Neue smarte Technik: Was erwartet uns 2021?

Bei vielen Menschen hat smarte Technik längst den Alltag erobert, für andere wiederum sind Begriffe wie Smart Home und Wearables eher Science Fiction. Insgesamt ist smarte Technik auf dem Vormarsch. Wir zeigen Ihnen, welche nützlichen und auch verrückten Technologien uns im Jahr 2021 erwarten.

Technik für die eigenen vier Wände: Smart Home

Viele Menschen setzen zu Hause bereits auf smarte Technik. Smarte Heizungsanlagen und Leuchtmittel, die sich per App steuern lassen, sind besonders beliebt. Auch, da man so die Möglichkeit hat, den Verbrauch zu analysieren und sie so beim Energiesparen helfen. Doch auch andere Elektrogeräte und besonders Haushaltsgeräte werden immer smarter. Was Sie 2021 erwartet, erfahren Sie jetzt.

 

Anklopfen statt Tür auf: der smarte Kühlschrank

Sicherlich kennen Sie das: Sie stehen minutenlang vor dem geöffneten Kühlschrank und überlegen, auf welchen Snack Sie gerade Appetit haben. Oder Sie verschaffen sich einen Überblick vor dem nächsten Großeinkauf. Dabei entweicht jedoch kalte Luft und der Energieverbrauch steigt. Der smarte Kühlschrank setzt genau hier an – die Tür bleibt zu. In der Kühlschranktür befindet sich eine Art Fenster, das in der Regel verdunkelt ist. Klopft man zweimal gegen diese Scheibe, wird sie durchsichtig und offenbart das Innenleben. Was Spaß macht und wie eine lustige Spielerei wirkt, dient also gleichzeitig dazu, Energie zu sparen.

 

Der Kühlschrank als Familien-Schaltzentrale

Mit einer ähnlich smarten Idee hilft ein anderer Hersteller für Küchengeräte beim Energiesparen – geht aber noch weit darüber hinaus. Sein Kühlschrank ist mit einer Innenkamera ausgerüstet. Was zunächst wie ein Mittel zur Überführung nächtlicher Pudding-Diebe erscheint, ist tatsächlich modernste Unterstützung fürs Zuhause. Denn der Kühlschrank besitzt außen ein großes Touchdisplay, auf dem man sich den Inhalt anzeigen lassen kann. Zusätzlich behält er die gekühlten Lebensmittel im Blick und liefert in der zugehörigen App Essensvorschläge. Doch nicht nur das! Das Touchdisplay auf der Kühlschranktür kann einen Teil der Familienkommunikation übernehmen: Angeschlossen an das Smart-Home-System des Herstellers lässt sich hier zum Beispiel der schlafende Nachwuchs mithilfe eines Babyfons überwachen.

Der Wasserhahn der Zukunft

Wir alle kennen Wasserhähne mit Bewegungssensoren. Doch es geht noch smarter!

der smarte Wasserhahn

Nun wurde ein Wasserhahn entwickelt, der mit “Alexa” gekoppelt wird und auf Sprachbefehle reagiert. Natürlich lässt er sich aber weiterhin auf herkömmliche Weise über einen Griff oder Hebel bedienen, sodass Sie nicht jedes Mal “Wasser marsch!” durch die Küche rufen müssen, wenn Sie kurz die Hände waschen möchten .

 

Hauptaufgabe des smarten Wasserhahns ist es aber, vorher festgelegte Wassermengen “auf den Tropfen genau” auszugeben. Auf Kommando lassen sich Mengen wie ein Esslöffel oder ein dreiviertel Liter abmessen. Über die Hersteller-App besteht zudem die Möglichkeit, individuelle Mengen festzulegen, zum Beispiel ein Glas Wasser. Bei der Temperatur gehorcht der Wasserhahn ebenso und liefert gekühltes Wasser genauso wie kochendes.

 

So geht Ihnen ein smartes Licht auf

Smarte Glühbirnen und Beleuchtungssysteme, die sich per App steuern lassen, sind mittlerweile keine Neuheit mehr. Die Anzahl der Funktionen steigt jedoch ständig. Hier geht es nicht mehr nur darum, von der Couch aus das Licht zu dimmen, ohne aufstehen zu müssen. Neben der Bequemlichkeit rückt die Energieersparnis in den Fokus. Ein neu entwickelter Sensor für Leuchtmittel erkennt etwa, ob sich eine Person im Raum befindet und schaltet dementsprechend das Licht an oder aus. Mithilfe des integrierten Luxameters bemerkt der Sensor zudem, ob es schon dunkel genug ist, um die Lampen einzuschalten. So können Sie verhindern, dass im Flur das Licht anbleibt, obwohl es die gesamte Familie wieder eilig hatte und niemand mehr zu Hause ist. Ein Weg zur nachhaltigen Beleuchtung der Zukunft?

 

Doch nicht nur Innen kann man seine Beleuchtung regeln: Outdoor-Steckdosen funktionieren zwar ohne Sensoren, lassen sich aber immerhin genau programmieren. Per WLAN-Schaltbefehl können Sie bestimmen , wann zum Beispiel die Lichterkette in der Weihnachtszeit leuchten soll oder Sie setzen  ferngesteuert Gartengeräte in Gang. Wenn Sie im Urlaub sind, schaltet die smarte Steckdose dann für einen kurzen Zeitraum den Rasensprenger an.

Ein sicheres Gefühl zu Hause

Ein sicheres Gefühl zu Hause

Smarte Technik trägt auch dazu bei, dass viele Menschen sich in den eigenen vier Wänden sicherer fühlen. Zahlreiche moderne Gebäude sind schon mit Gegensprechanlagen samt Kamera ausgerüstet. Einen Schritt weiter geht die smarte Haustürklingel: Wenn jemand klingelt, ruft das System die Bewohner*innen auf dem Smartphone an. Wenn Sie jetzt sagen “kenne ich schon”, dann seien Sie gespannt: Die bisher entwickelten smarten Klingeln senden lediglich Push-Benachrichtigungen, also eine kurze Mitteilung, wenn es an der Tür schellt. Das neue System ermöglicht es, auf dem Display des Smartphones zu sehen, wer vor der Tür steht und bei Bedarf das Handy als Gegensprechanlage zu verwenden. Das bedeutet, dass Sie nicht jedes Mal aus dem Dachgeschoss bis zur Tür eilen müssen, wenn es klingelt.

Jung und Alt sicher unterwegs

der smarte Gehstock

Smarte Technik kann auch dazu beitragen, sich sicherer zu fühlen – insbesondere für ältere Menschen. Ein französischer Hersteller hat aus einem alltäglichen Accessoire ein Notrufsystem entwickelt: den smarten Gehstock. Dieser erlernt dank künstlicher Intelligenz Bewegungsmuster und kann Kontaktpersonen alarmieren, die man zuvor im System hinterlegt hat. Der Alarm wird ausgelöst, wenn es Abweichungen von den üblichen Bewegungsmustern gibt oder der Stock eine auffällig lange Inaktivität registriert. Dann schickt er eine SMS, E-Mail oder  benachrichtigt die Kontaktperson telefonisch. Zusätzlich kann er den Besitzer*innen signalisieren, dass Hilfe verständigt wurde. Wenn es also dazu kommen sollte, dass die Oma zu Hause oder beim Spaziergang im Park stürzt, kann ihr nun schneller geholfen werden.

Smarte Gadgets für die Freizeit

Auch im Freizeitbereich hat smarte Technik mittlerweile einen festen Platz. Für manche ist es eher Spielerei, andere wiederum nutzen Geräte und Apps, um im Training bessere Erfolge zu verzeichnen. Viele Freizeitsportler*innen setzen auf Fitnessuhren und Smart Watches, die sie beim Laufen, Radfahren, Wandern und anderen Aktivitäten begleiten. Die Uhren zeichnen die Bewegungen auf und werten aus, wie weit und wie schnell man unterwegs war und noch vieles mehr. Auch außerhalb des Sports erinnern die Geräte uns daran, ausreichend zu trinken und zu schlafen. Aber kennen Sie schon die folgenden Gadgets?

 

Eine sprechende Yogamatte

Während der Corona-Pandemie 2020 haben viele Menschen Yoga zu Hause für sich entdeckt. Vielleicht gehören Sie auch dazu? Oft laufen dabei Fernseher, Laptop oder Tablet mit einem Yoga-Video nebenher. Die smarte Yogamatte macht Schluss mit dem Bildschirm. Ein indisches Start-Up hat eine Yogamatte entwickelt, die nicht nur die verschiedenen Haltungen ansagt, sondern auch mithilfe von Sensoren und einer künstlichen Intelligenz den Fortschritt erkennt. Dementsprechend soll die Matte Rückmeldungen geben können, ob man alles richtig ausführt. Und bei der Schlussentspannung sorgt die Yogamatte für die passende Musik.

 

Wearables: auf den Hund gekommen

Die sogenannten Wearables, die unser Wohlbefinden überwachen und uns Empfehlungen zu Bewegung, Schlaf, Trink- und Essverhalten geben, funktionieren nicht nur bei Menschen. Nun will ein Hersteller aus Japan das Ganze für Hunde verfügbar machen: Das smarte Geschirr für den Hund kommt auf den Markt. Der Hund trägt es tagsüber. Es soll wie ein Stimmungsbarometer funktionieren und leuchtet in unterschiedlichen Farben, je nachdem, wie sich das Tier fühlt. Ein Sensor misst die Herzfrequenz und sammelt die Daten in der zugehörigen App. Auf diese Weise sollen die Besitzer*innen erkennen können, wie es dem Vierbeiner gerade geht. Lassen wir uns überraschen, ob sich dieses tierische Gadget in Zukunft durchsetzt.

 

Hilfsmittel für smarte Angler

Auf den ersten Blick scheint Angeln kein Hobby zu sein, bei dem man unbedingt auf smarte Technik setzt. Aber hier werden digitale Technologien längst gern genutzt. So erkennt ein Sonargerät für Angler, ob und wie viele Fische sich am Gewässergrund aufhalten. Es wird an der Angelschnur angebracht und sendet von dort Schallwellen aus. Die Daten werden auf dem Smartphone gesammelt, sodass Angler*innen einschätzen können, ob es sich lohnt, am Ufer zu verweilen, oder ob der Angelplatz eher keinen Erfolg verspricht.

Sonargerät für Angler

Smarte Technik: Zukunftsmusik oder bereits Alltag?

Es ist nicht mehr zu übersehen, dass smarte Technologien in alle möglichen Lebensbereiche Einzug gehalten haben, egal, ob nachhaltig und sinnvoll oder eher verrückt. Die beiden Lockdowns 2020/2021 haben noch einmal kräftig dazu beigetragen. Kein Wunder, denn wir waren viel zu Hause und haben versucht, die Zeit dort so angenehm wie möglich zu gestalten. Diese Grafik zeigt, dass Smart TVs zur Unterhaltung ganz vorne mit dabei sind, aber auch Sprachassistenten und Saugroboter erfreuen sich großer Beliebtheit. Wir können gespannt sein, welche smarten Geräte sich 2021 durchsetzen und uns in Zukunft noch erwarten.

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