5 Tipps zum Heizen im Altbau

Sind Sie auch dem Charme eines Altbaus verfallen? Dann haben Sie sich bestimmt schon öfter Gedanken über Ihre Heizkosten gemacht. Wir erklären Ihnen, wie Sie im Altbau clever heizen.

5 Tipps zum Heizen im Altbau

Heizen ohne Ende: Energiefresser Altbau?

Beim Gedanken an einen Altbau taucht sofort das Bild von lichtdurchfluteten Räumen mit hohen Decken vor dem inneren Auge auf. Sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Bereich begeistern sich viele Menschen für das Wohnen im Altbau.
Doch was so schön aussieht, kann sich schnell als Heizkostenfalle entpuppen. Die hohen Räume schlucken jede Menge warme Luft. Ist das Gebäude dazu noch schlecht gedämmt und die Heizanlage womöglich veraltet, sollten Sie umso mehr Ihr Heizverhalten unter die Lupe nehmen.

Tür zu im Altbau!
Die Raumtemperatur im Altbau regulieren
Heizung erneuern

Typisch Altbau: hohe Decken und kalte Wände

Im Altbau kann die Deckenhöhe oft bis zu drei Metern betragen. Da warme Luft nach oben steigt, passiert es im Altbau oft, dass sich die Heizungsluft unter der Decke sammelt, während man unten fröstelt. Zusätzlich sind die Wände sowie das Dach im Altbau meist schlecht isoliert. Kalte Wände führen nicht nur zu einem weniger komfortablen Wohngefühl, sondern auch unter Umständen zu Schimmelbildung, wenn die Feuchtigkeit aus der Luft an den kalten Wänden kondensiert.

Besonders im Altbau ist richtiges Heizen und Lüften wichtig.

Wenn Sie Fragen rund um Ihre Heizkosten oder zur Heizungsmodernisierung haben, können Sie sich gern an uns wenden.

Tipp Nr. 1:
Die Raumtemperatur im Altbau regulieren

Generell hilft es, die Raumtemperatur festzulegen und einzuhalten. Dabei helfen smarte Thermostate an den Heizkörpern, die einfach und günstig zu installieren sind. Um die optimale Raumtemperatur zu erreichen, müssen nicht alle Räume gleich stark beheizt werden. Für weniger stark bewohnte Zimmer genügt eine geringere Raumtemperatur:
 

  • Schlafzimmer, Flur: Hier reicht ein kühles Raumklima von 16 bis 18 Grad.
  • Küche, Wohn-/Arbeitszimmer: Etwa 20 Grad Raumtemperatur sind ausreichend.
  • Bad, Kinderzimmer: 22 bis 24 Grad machen diese Räume gemütlich.


Die Absenkung der Raumtemperatur kann die Heizkosten bereits deutlich senken. Aber bitte nicht übertreiben: Bei Temperaturen von unter 16 Grad riskieren Sie im Altbau womöglich Schimmelbildung. Kondensiert die Raumfeuchtigkeit an kalten Wänden, entstehen Stockflecken und Schimmel. Stoßlüften hilft, den Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu reduzieren.

 

 

Tipp Nr. 2:
Heizkörper im Altbau nicht an- und ausschalten

Im Altbau gilt: Drehen Sie die Heizkörperthermostate erst runter oder ganz aus, wenn Sie wirklich länger weg sind. Nur für nachts oder während der Arbeitszeit im Büro lohnt sich dies im Altbau nicht. Der Grund: Die Raumluft unter den hohen Decken und die kühlen, wenig isolierten Wände müssten sich dann jedes Mal neu aufheizen. Das schluckt mehr Energie als eine konstant gehaltene Raumtemperatur.

 

 

Tipp Nr. 3:
Kleine Handgriffe zum Energiesparen im Altbau

An den Fenstern droht Energieverschwendung. Doch auch hier kann man im Altbau mit kleinen Mitteln großes bewirken. Wenn Sie Dichtprofile aus dem Baumarkt einkleben, können Sie die Zugluft am Fensterrahmen stoppen.

Auch Dämmmatten hinter der Heizung reflektieren die warme Luft und geben sie an den Raum ab. Zusätzlich sollten Sie abends die Rollos runterlassen, das dämmt an den Fenstern. Damit es nicht kalt durch den Rollokasten zieht, überprüfen Sie am besten, ob Sie hier Dämmmaterial einbringen sollten.

Sie sehen: Mit kleinen Tricks haben Sie auch im Altbau ein warmes Zuhause.

 

 

Tipp Nr. 4:
Tür zu im Altbau!

Simpel, aber effektiv: Türen zu weniger stark beheizten Räumen stets geschlossen halten. Um sicherzugehen, dass die Türen keine kalte Luft durchlassen, können Sie Zugluftstopper oder zusätzliche Dichtungen anbringen. Bei geöffneten Türen droht nicht nur Wärmeverlust, sondern auch, dass Feuchtigkeit aus den wärmeren Räumen in die kalten Räume zieht. Auch hier tappt man schnell in die Schimmelfalle.

 

 

Tipp Nr. 5:
Heizung erneuern

Wenn Sie im Eigenheim wohnen, sollten Sie Ihre alte Heizungsanlage rechtzeitig gegen eine moderne austauschen. Als Mieter*in sieht es da schon schwieriger aus, aber immerhin sind Vermieter*innen dazu verpflichtet, veraltete Heizungsanlagen, die älter sind als 30 Jahre, auszutauschen. Brennwert und Niedertemperaturanlagen sind davon ausgenommen. Wird der Altbau aber mit Öl beheizt, greift hier das Gesetz.

 

Als Eigenheimbesitzer*in bietet es sich an, bei einer Heizungsmodernisierung von Förderungen zu profitieren, beispielsweise durch das BAFA oder die KfW. Zusammen mit weiteren Dämmmaßnahmen können Heizkosten im Altbau auf Dauer massiv gesenkt werden, sodass sich die Investition lohnt. Oder Sie setzen auf Wärmecontracting: Dabei lassen Sie sich eine neue Erdgasheizung einbauen, während Ihr Energielieferant dabei die Investitionskosten übernimmt. Die Anlage zahlen Sie in Form eines monatlichen Abschlags innerhalb der nächsten fünf bis 15 Jahre ab und profitieren von einer zuverlässigen Wärmeversorgung.

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