Regionales Gemüse auch im Winter

Vielseitig und gesund!

Wir stellen Ihnen eine große Auswahl verschiedener Wintergemüse vor, die in der kalten Jahreszeit auch in Deutschland zu ernten sind. Egal ob als Beilage oder Hauptgericht - sie sind gesund, lecker und schonen die Umwelt.

Schwarzwurzel:
kein „Arme-Leute-Spargel“

Rezeptideen auf einen Klick: Beilage, Suppe oder elegant ummantelt  

 

Schwarzwurzel

Früher war die Schwarzwurzel bekannt als Heilmittel gegen Schlangenbisse, dann als „Spargel armer Leute“ und nun als nährstoffreiches und kalorienarmes Gemüse. Wegen ihres hohen Inulin-Gehalts, ein für unseren Darm nützlicher Ballaststoff, kommt sie unserem Stoffwechsel direkt zugute. Für jeden, der ein nussiges und würziges Aroma mag, ist sie das perfekte Wintergemüse. Die Schwarzwurzel lässt sich aufgrund ihrer Frosthärte den ganzen Winter über ernten. Aber Vorsicht: Beim Putzen und Schälen hinterlässt sie braune Flecken auf den Händen. Unser Tipp: Mit Zitronensaft oder Essig lassen sich diese leicht entfernen.

Kohlrübe, Wruke – oder doch Steckrübe?

Rezeptideen auf einen Klick: Steckrüben als Mus, Rösti oder Salat

Steckrübe

Sie wurde in Deutschland erstmals als Notnahrungsmittel bekannt, nachdem im ersten Weltkrieg die Kartoffelernten ausfielen. Doch dieses gesunde Wurzelgemüse bietet uns nicht nur viel Vitamin B, sondern auch viele Kohlenhydrate und ist dabei fast fettfrei und sehr kalorienarm. Die Steckrübe kann den ganzen Winter über bei Temperaturen von bis zu -10°C geerntet werden. Ihr Geschmack ist angenehm süß und leicht herb – kann aber etwas bitter sein. Deshalb sollte man lieber zu gelbfleischigen Rüben greifen, diese sind süßlicher als die weißen. Außerdem ist die richtige Zubereitung wichtig: Wenn man sie roh isst, sie zu lange gart (optimale Garzeit: 30-40 Minuten) oder sie nach dem Putzen und Schneiden nicht direkt ins Kochwasser gibt, kann sie bitter werden. Wenn man das beachtet, sind die Steckrüben gut geeignet zur Verarbeitung als: Auflauf, Suppe, Eintopf oder sogar Marmelade!

Topinambur – eine essbare Sonnenblumenart

Rezeptideen auf einen Klick: Brot, Chips, Suppe & Co.

Topinambur

Die aus Amerika stammende Pflanze lässt sich auch bei uns leicht kultivieren. Der heimische Anbau lohnt sich dabei nicht nur aufgrund ihres eher hohen Supermarktpreises, sondern auch optisch macht die bis zu drei Meter hohe Pflanze einiges her. Sobald der obere Teil zum Winter hin verwelkt ist, können die Wurzeln geerntet werden. Aber Achtung: Nur so viel ausgraben wie gerade benötigt wird, da sie sich nur wenige Tage halten. Aussehend wie Ingwer, entspricht der Geschmack eher einer nussigen Kartoffel. Allerdings enthält die Topinambur statt Stärke den Ballaststoff Inulin und ist somit besser für Diabetiker geeignet. Sie ist auch generell kalorienarm und kann vielseitig verzehrt werden.

Pastinaken: Seit tausenden Jahren auf unseren Speiseplänen 

Rezeptideen auf einen Klick: Püree, Pommes oder Pasta

Bereits die Römer wussten das Wurzelgemüse zu schätzen. Bis ins 18. Jahrhundert war es in unserer Region ein wichtiges Grundnahrungsmittel, wurde dann aber von Karotten und Kartoffeln verdrängt. Schade, denn die Pastinake bietet uns mehr Kalium und Vitamin C als Möhren. Inzwischen ist sie auch wieder, vor allem in Suppen oder Eintöpfen, auf unseren Tellern vertreten. Am besten schmeckt sie nach dem ersten Frost und ist zudem lang haltbar - je kälter, desto besser: In der Gefriertruhe hält sie sich bis zu einem Jahr.

Grüner Smoothie? Am besten mit Grünkohl!

Rezeptideen auf einen Klick: traditionell und modern

Grünkohl

Im Norden Deutschlands wird er schon lange geschätzt und im Süden kommt er langsam an: Der Grünkohl ist ein echtes Wundermittel - nicht nur, aber vor allem für Fitness-Fans. Proteinreich, kalorienarm und dabei auch noch lecker. Mit seinem reichlichen Vitamingehalt übertrifft er die meisten Gemüsesorten, unterstützt unseren Körper mit zahlreichen Ballaststoffen und senkt den Cholesterinspiegel. Grünkohl schmeckt sowohl kalt im Smoothie als auch warm im Eintopf oder als Beilage.

Winterkresse als Gewürz

Rezeptideen auf einen Klick: Salat, Spinat oder Quark

Die dunkelgrünen Blätter der Winterkresse sind sowohl roh als auch gekocht genießbar. Durch die enthaltenen Senföle ist ihr Geschmack pikant mit einem Hauch von Pfeffer. Dementsprechend eignet sich Winterkresse perfekt als Würze für einen Salat. Sie sollte allerdings nur frisch verwendet werden, da ansonsten das Vitamin C verloren geht. Man kann sie leicht selbst anbauen und hat dann immer einen Vorrat zuhause.

Saisonkalender für Obst und Gemüse

Zusätzlich zum frisch geernteten, saisonalen Gemüse gibt es natürlich auch noch zahlreiche Lagerware. Von Apfel bis Zwiebel ist vieles dabei. Unser Saisonkalender bietet Ihnen mit einem Exemplar zum Ausdrucken und Aufhängen einen Überblick über die Vielfalt aller regionalen Obst- und Gemüsesorten, einschließlich der Lagerware.

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